GEAR

   To whom it may concern...  

 

   NORD Stage 4

   YAMAHA MODX M7

   CRUMAR Mojo Suitcase

   WURLITZER 200A

   MOOG Little Phatty

 

   Stand 12/2025

Es ist wirklich wunderbar, dass alle Keyboardisten im Live-Betrieb inzwischen seit vielen Jahren die Ära der Keyboard-Burgen hinter sich lassen konnten, denn die Schlepperei war unsäglich und die Wartung der heute als 'Vintage'-Schätze bekannten Instrumente war ziemlich aufwendig. Ich selbst hatte aus finanziellen Gründen nie mehr als zwei Keyboards  im Live-Betrieb (natürlich früher inkl. Amps/Mixer/Boxen), weil professionelles Equipment in früheren Zeiten wirklich kostspielig war: Ein 'Prophet 5' beispielsweise kostete Ende der 70er-Jahre etwa DM 15.000.-; dafür bekam man seinerzeit locker einen Mittelklassewagen. Preiswertere, und klanglich hochwertige Alternativen kamen erst in den 80ern auf; der DX-7 von Yamaha beispielsweise. Ich erwarb 1980 mein erstes Rhodes-Piano (Mark II, für DM 2.190.-; eine Menge Geld! Ich sehe mich noch mit der von einem Gummiband zusammengehaltenen Rolle Geldscheine bei 'Spieker&Pulch' in Ratingen an der Kasse stehen). Im Januar 1990 kaufte ich mein langjähriges Traum-Instrument und noch heute bereue ich es, dieses CP-70M (Yamaha) verkauft zu haben. Es musste natürlich ständig nachgestimmt werden, und mit Gummidämpfern und Stimmschlüssel verbrachte ich einige Zeit vor den Gigs damit; trotzdem war es natürlich niemals hundertprozentig 'in tune', denn die Arbeit eines Klavierstimmers kann man nicht mal eben so ersetzen. Letztendlich war ich auf das Geld aus dem Verkauf angewiesen. Weil ich gerade dabei bin: Mein DX-7 wurde mir Anfang der 90er aus dem Auto gestohlen, weil ich beim Heimkommen spät in der Nacht glaubte, ihn schon herausgenommen zu haben. Kurzfristig kam ich wegen des Verlusts in Schwierigkeiten, aber schmerzlich vermisst habe ich die Mühle nie. Ich besaß in den 80ern keinen Computer, und somit keinen Editor, weshalb ich tagelang Stunden um Stunden damit verbrachte, eigene Sounds über ein Klingelschild-großes Display zu programmieren. Wenn ich diese Zeit zum Üben bzw. zum Songwriting genutzt hätte, wäre sie unvergleichlich sinnvoller angelegt gewesen. Diese Zeitvergeudungen sind Gott-sei-Dank vorbei, denn die enormen technischen Entwicklungen der jüngeren Vergangenheit schufen kaum geahnte Möglichkeiten, und im Verhältnis zu früheren Zeiten ist das Keyboard-Instrumentarium heute so erschwinglich, dass ich mein Glück manchmal kaum fassen kann. Manche der alten Originale sind vom Sound und der Bespielbarkeit her natürlich nur sehr schwer zu ersetzen, aber es hat sich so viel getan, dass ich auf viele alte Unannehmlichkeiten, wie die höllischen Gewichte und die Wartung inzwischen gerne verzichte. Das 'Gefrickel' auf der Bühne, mit Mac-Book und A/D-Wandler über 'MainStage' und diverse andere Plug-Ins, inklusive des ganzen Kabelkrams, hat für mich persönlich übrigens nie eine geglückte Alternative dargestellt, vor allem, weil ich nicht über einen eigenen Key-Tech verfüge. ;)

Btw: Vor kurzem habe ich mein Wurlitzer-Piano komplett restaurieren und aufarbeiten lassen, und da ist natürlich der Wunsch nicht weit entfernt, es auch mal 'live' einzusetzen; der Tag wird kommen...

Ich bin jedenfalls unendlich dankbar, über was für einen immensen Luxus ich im Verhältnis zu früheren Zeiten verfüge!